Massives Schnee-Unwetter

Ein außergewöhnlich intensiver Wintereinbruch hat unsere Einsatzkräfte am 20. Februar in Atem gehalten. Innerhalb kurzer Zeit fielen mehr als 35 cm Neuschnee. Bereits in den frühen Morgenstunden wurde klar, dass dieser Tag alles abverlangen würde.

Um 04:40 Uhr erfolgte die erste Alarmierung zu einer Fahrzeugbergung im Ortsteil Dillach. Schon auf der Anfahrt zeigte sich, dass die Lage im gesamten Ortsgebiet kritisch war: Straßen waren kaum passierbar, Bäume knickten unter der Schneelast, Fahrzeuge blieben hängen oder rutschten in Gräben. Beinahe im Minutentakt gingen neue Einsatzmeldungen ein.

Im Laufe des Tages wurden 48 Einsatzadressen abgearbeitet – eine Einsatzdichte, wie sie nur selten vorkommt.

Die Schwerpunkte:

  • Zahlreiche Fahrzeugbergungen auf extrem rutschigen und verschneiten Straßen
  • Umgestürzte Bäume über Verkehrswegen, Gehsteigen und Zufahrten
  • Bäume auf Carports und Fahrzeugen, teilweise akut einsturzgefährdet
  • Freimachen wichtiger Verkehrswege für Anrainer, Einsatzkräfte und Rettungsdienste
  • Entlaufene Rinder durch umgestürzten Zaun
  • Sicherung gefährdeter Bereiche und Unterstützung der Gemeinde bei Aufräumarbeiten

Besonders gefährlich war die Situation durch immer wieder plötzlich umstürzende Bäume. Die Schneelast ließ Äste brechen und ganze Baumstämme kippen – oft ohne Vorwarnung. Für die eingesetzten Kräfte bedeutete das Arbeiten unter ständiger Lebensgefahr.

Die Kombination aus dichtem Schneefall, Dunkelheit in den frühen Stunden, schwer zugänglichen Einsatzstellen und rutschigen Straßen verlangte unserer Mannschaft alles ab. Trotz der extremen Bedingungen blieb die Zusammenarbeit konzentriert, ruhig und professionell.

Bilanz

  • 48 Einsatzadressen innerhalb eines Tages
  • Keine verletzten Personen
  • Mehrere Fahrzeuge erfolgreich geborgen
  • Zahlreiche Verkehrswege wieder passierbar gemacht
  • Über 15 Stunden ununterbrochener Einsatz

HBI Markus Masser: Ich möchte mich bei allen Kameradinnen und Kameraden für ihren außergewöhnlichen Einsatz unter diesen extrem gefährlichen Bedingungen bedanken. Trotz der enormen Schneelast, der umstürzenden Bäume und der vielen Stunden im Dauereinsatz wurde mit höchster Professionalität und Teamgeist gearbeitet. Besonders stolz bin ich darauf, dass wir all diese Einsätze ohne Verletzte bewältigen konnten. Mein Dank gilt auch der Bevölkerung für ihre Unterstützung. Dieser Tag hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig eine starke und verlässliche Feuerwehr für Mellach ist.